Der letzte Blog ist nicht mal 4 Wochen alt, aber ich habe schon vieles Neues erlebt.
Zuallererst werde ich etwas über den 13.10. erzählen, weil dieser dieses Jahr ein besonderer Tag in Kanada war. Es war Thanksgiving. Thanksgiving kann man vom Sinn her, wie das Erntedankfest in Deutschland verstehen. Jedoch wird es hier wie Weihnachten gefeiert. Drei Tage vorher werden schon alle Vorbereitungen getroffen und der Truthahn bestellt. Dann an Thanksgiving wird der Truthahn am frühen Morgen mit allem möglichen gestopft und darauf kommt er in den Ofen für mehr als 5 Stunden.
Die Wartezeit, bis der Truthahn fertig ist und Todds Familie ankommt war erst nicht so schön. Jedoch bin ich mit meiner Gastschwester in der Zischenszeit auf ein „Adventure“ gegangen. Auf unserem Ausflug sind wir zu einem speziellen Platz von einem Fluss gefahren und haben dort nach Lachs im Wasser gesucht. Doch leider waren dort fast keine Lachse. In der jetzigen Zeit sollen die Lachse nämlich den Fluss aufwärts schwimmen bzw. springen. Nachdem diese Stelle eher enttäuschend war sind wir zu einem anderen Flussabschnitt gefahren. Dort war es dann auch schon viel interessanter. Dadurch, dass alle Lachse durch einen speziellen Gang schwimmen müssen habe ich viele von diesen gesehen. Dadurch, dass der Gang aufgebaut ist wie eine Treppe, wobei die Stufen Wasserbecken sind, habe ich viele Lachse gesehen, die den Gang hoch gesprungen sind. Nachdem wir genug „fliegende Fische“ gesehen haben sind wir noch zu einem künstlichen kleinen Fluss gegangen und haben dort die kleinen Fische gesehen. In diesem Fluss waren Millionen Fische; man konnte nicht auf den Boden gucken, weil dort so viele kleine Lachse waren. Als wir dann schließlich zuhause angekommen waren waren schon die Gäste eingetroffen. Einige Zeit später haben dann alle das große Essen vorbereitet und es wurde lange und gut gegessen. Als Nachspeise gab es dann den kanadischen Kürbiskuchen.
Circa 2 Wochen später am 24.10. bin ich mit meiner Gastmutter, Gastschwester und deren Freund nach Tofino gefahren. Tofino ist der westlichste Punkt von Vancouver Island und liegt and der „wild west coast“. Diese Küste wird so genannt, wegen dem „wilden“ Wetter. Unter wild versteht man Regen, Storm und ab und zu Schnee.
Unser Trip begann so gegen 9 Uhr am Freitag morgen. Dann auf dem Weg nach Tofino haben wir noch nach ca. 30 min Autofahrt stopp an Cathedral Grove gemacht. Cathedral Grove ist eine Art kleiner Nationalpark, in dem viele Bäum sind. Jedoch sind das keine kleinen Bäume, das sind 300-800 Jahre alte Mammut-Bäume. Wenn man davor steht fühlt man sich wie ein Zwerg. Nach dem kurzen Zwischenstop ging es dann direkt auf dem Highway 4 nach Tofino. Der Highway 4 ist die einzigste Straße, die die Westküste mit der Ostküste verbindet und die Straße geht über einige Berge und ist an bestimmten Stellen sehr schmal. Ebenfalls findet man auf einer Strecke von 87km dort keine einzige Tankstelle. Das heißt volltanken, bevor man nach Tofino oder zurück fährt. Nach etwa einer Stunde Fahrt haben wir dann mal eine Pause an einem reißenden Fluss gemacht. Nach langen 2 einhalb Stunden waren wir dann schon sehr nahe an Tofino, aber vorher haben wir noch „long beach“ besucht. Dieser Strand ist ein Paradies für Surfer, denen Regen und Kälte nichts ausmacht. Nach einem kleinen Spaziergang am Strand haben wir dann ein kleines Picknick im Regen gemacht. Aber Gott sei Dank hatten wir einen trockenen Platz gefunden. Im Anschluss daran sind wir dann endlich nach Tofino, die „Surferstadt“ gefahren. Dort sind wir dann zum Hafen gegangen und in alle Geschäfte. „Alle Geschäfte?“ – Ja, Tofino ist ein kleines Fisherdorf, in dem es fast die ganze Zeit regnet. Einige Geschäfte später ging es dann direkt nach Hause mit der Hoffnung einen Bären zu sehen, aber leider habe ich immer noch keinen gesehen.
An diesem Tag habe ich mal richtig erleben können, was kanadisches Wetter ist. Kalt, Regen, Wind und Nebel.
Nächste Woche steht Halloween vor der Tür. Das wird hier auch sehr stark gefeiert. Die Leute hier sind schon seit 3 Wochen aufgeregt.
P.S.: Ich habe viele Anmerkungen über meine Denglisch-Blog bekommen, aber es ist schwer sich ins Deutsche nach einem Monat englisch wieder reinzudenken und somit kommt es, dass etwas Englisch drin ist. Ich hoffe das macht euch nicht zu viel aus, weil ich habe Probleme das zu ändern.